| | Fernschachregeln | | Inscribido al:12.08.2007 - 12:56 Uhr de erkel | Cita | Hallo Jungs und Mädels,
ich hab mir vor kurzem mal einige von den Beiträgen hier durchgelesen und bin da natürlich auf das Problem mit den Schachcomputern gestossen. Jetzt keine Sorge; ich hab' nicht vor die Diskussion nochmal von neuem anzustossen (Fazit: Schachprogrammbenutzer sind BÖSE, dumm und innerlich vermutlich sehr traurig) sondern ich hab mich vielmehr gefragt:
WAS DARF ICH DENN BENUTZEN ?
laut offizieller Fernschachregeln (Sebbel hat geschrieben, dass diese Seite für "eine Art Briefschach" konzipiert wurde) ist der Gebrauch von Schachprogrammen sogar erlaubt aber es macht natürlich keinen Sinn wenn wir hier unsere Computer gegeneinander spielen lassen.
WIE SIEHT'S AUS MIT LITERATUR UND BRETT ?
Was ich bis jetzt benutzt habe ist ein kleines Schachbrett (32 x 32 cm , gerade gemessen) um eventuell mal eine kompliziertere Stellung nachzubauen und durch rumschieben zu analysieren. (meistens ist das nicht nötig)
Ausserdem hab ich mir letztens nochmal ein Paar Partien aus der spanischen Eröffnung angeguckt (sowohl von Leuten wie Micheal Adams, Anand usw. als auch eigene). Für mich ist das ein bisschen so als ob ich mir eine Fussballspiel angucke aber so konnte ich mich natürlich auch mit den Mittelspielplänen wieder vertraut zu machen.
also dann schreibt mal eure Meinung.. bin ich ein Schwerverbrecher oder machen das alle ?
| | Inscribido al:02.08.2007 - 16:10 Uhr de trotamundos | Cita | Alle meine 10 Spiele nachzustellen, ist mir zu zeitaufwendig...spiele auch eher spontan (keine spez. Strategie)...halt wie sich das Spiel entwickelt.
Im Prinzip ist alles erlaubt, solange es beiden Seiten Spaß macht :0)
Aber ich denke, beim Schachcopmuter geht der Spaßfaktor früher oder später gegen 0.
Wenn Du allerdings nette Eröffnungen/Strategien kennst, kannst Du die gerne im Forum posten ;0) | | Inscribido al:03.08.2007 - 09:01 Uhr de hgr1967 | Cita | Mir geht es so ähnlich wie Trotamundos, ich spiele eher spontan und aus Spaß und zum Nachstellen habe ich viel zu viele Partien gleichzeitig zu laufen. Und eben wegen des Spaßes bin ich auch ein bißchen ein (Schach-)Theorieverweigerer, ich bevorzuge an dieser Stelle Learning by Doing, die Schach-WM ist ja eher nicht mein Anspruch.
Aber selbstredend kann sich jeder in der Schachtheorie weiterbilden wie er möchte, wenn es ihm Spaß macht. | | Inscribido al:04.08.2007 - 01:27 Uhr de light of darkness | Cita | Hi,
nach meiner Meinung ist der Blick in ein Schachbuch durchaus mal erlaubt. Schach ist ein Spiel bei dem man ständig neue Erfahrungen (sowohl gute als auch schlechte) sammelt. Man setzt altbewährte Taktiken ein oder versucht mal was Neues. Neben dem aktuellen Spiel zählt es doch auch, diese gesammelten Erfahrungen mit in die nächsten Partien zu nehmen um sich stetig zu verbessern. Dies ist durch bloßes Spielen nicht möglich sondern setzt auch ein gewisses Maß an theoretischem Wissen voraus.
Ein Spiel mit dem Computer ist nicht nur (vor allem gegenüber den schwächeren Spielern) unfair sondern auch relativ eintönig.
Gerade das Schöne ist es doch bei Partien zwischen realen Gegnern auch einmal Spielzüge anwenden zu können, bei denen der Computer sofort alles durchschaut, während ein realer Gegner dies einfach übersieht. Das Spiel gegen einen realen Gegner lässt jedem ein großes Maß an Kreativität, während derjenige, der für sein Spiel und seine Züge einen Computer benötigt, nichts dabei lernt. Derjenige, der sich jedoch mit entsprechender Literatur auseinandersetzt, lernt etwas und trägt etwas zur Verbesserung der Qualität des Sports bei. Daher ist dieses "Hilfsmittel" meines Erachtens durchaus legitim, zumal es wohl bei der Anzahl der möglichen Züge (2 hoch 64...sorry aber mein Taschenrechner ist daran gestorben :-)) nicht möglich ist, in einem Buch immer genau die passende Antwort bis zum Ende der Partie finden. Die eigene Kreativität und die Fähigkeit, das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen wird hierbei immer noch gefordert.
Gruß lod | Inscribido al:12.08.2007 - 12:56 Uhr de erkel - título: die Perfekte Partie | Cita | Ok, das Wichtigste war für mich zu wissen ob ich durch Analyse am Brett gegen irgendeine interne Regel verstosse. Das scheint ja wohl nicht der Fall zu sein.
Ich bin ein wenig enttäuscht. Als mich chianti auf diese Seite gebracht hat dachte ich: "WOW FERNSCHACH!! : Partien, die mehrere Monate lang dauern aber dafür auf dem Niveau von Kramnik, Kamski, Kasparov und Kehrel sind" . Stattdessen hab ich feststellen müssen, dass hier in der Praxis so eine Art Simultanblitzschachturnier läuft. Das macht mir keinen Spass mehr..
FERNSCHACH BEDEUTET: DIE SUCHE NACH DER PERFEKTEN PARTIE !
und dafür brauche ich Gegner, die nicht sofort dass ziehen, was ihnen als erstes durch den Kopf springt sondern sich ernsthaft mit der Stellung auseinander setzen und tatsächlich jedes Mal versuchen den besten Zug zu finden. Das bedeutet auch sich mal ein paar Grossmeisterpartien zu dem Thema anzuschauen, zu vergleichen und zu begreifen weshalb ein "Plan" (nicht Zug!!) besser ist als der andere und zu gucken ob da nicht noch Platz für eine eigene Idee ist, die auf einmal alles umkrempelt (und auf einmal ist der Spassfaktor wieder da!!)
Also was ich anbieten wollte:
ICH WILL EINE PARTIE, DIE:
*MINDESTEN 3 MONATE LANG DAUERT
*NACH GROSSMEISTERSCHACH SCHMECKT
*ICH VERLIERE
Ich hoffe also, dass jetzt irgendwo einer dabei ist, der mir mein vorlautes Maul stopfen möchte und alles (bis auf den PC)daran setzt mich zu schlagen.
Eike |
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